Es ist echt verrückt: mehr als neun Monate bin ich jetzt hier und gerade jetzt, wo der Abschied immer realer wird, fühle ich mich richtig angekommen, am rechten Fleck oder wie auch immer man es nennen mag.
Aber lest selbst in meinem 3. Quartalsbericht!
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Mittwoch, 3. Juni 2015
Nach 9 Monaten richtig angekommen - verrückt!!
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Quartalsbericht
Standort:
Cuenca, Ecuador
Mittwoch, 22. April 2015
Deutsche Kultur in Cuenca
Nachdem ich hier schon ein halbes Jahr verweile, gibt es ja dann schon mal die ein oder anderen Momente, an denen man vor lauter Reis, Reis, Reis, doch mal wieder richtig typisch deutsch bzw. bayerisch essen möchte. Daher haben Kathrin und ich mittlerweile schon so das ein oder andere Café oder Restaurant in Cuenca mit deutschem Essen aufgespürt - das ist gar nicht so schwer - und ich habe in Ecuador angefangen zu kochen, deutsch zu kochen :D. Und bei diesen Beispielen beschränke ich mich gerade nur auf's Essen! Man sieht also, dass es selbst in Cuenca einige deutsche Spuren gibt und da möchte ich euch auf eine kleine Entdeckungstour einladen ;)!
Meine erste Entdeckung machte ich schon so ziemlich am ersten Tag, als Soraya mit mir das Stadtzentrum besichtigen ging. Fast direkt am zentralen Parque Calderón und unumgänglich auf unserem Weg von der Straße Padre Aguirre zum Park befindet sich das deutsche Konsulat in einem wunderschönen Haus im Kolonialstil im 1. Stock über einer Apotheke, die wird später noch wichtig! Für euch mag das vielleicht jetzt nicht so überraschend klingen, aber es ist irgendwie schon ein Stück Heimat, wenn man in seiner eigenen Stadt eine deutsche Behörde sitzen hat und jedesmal, wenn ich dort vorbeikomme - ist aufgrund der zentralen Lage gar nicht so selten - muss ich Lächeln ;)!
Der nächste Berührungspunkt, der auch durch den Reiseführer bedingt wurde, war dann das Café Austria. Dort überbrückten wir oft unsere Wartezeit während des Visumsprozesses. Leider wechselte das Café im alten Jahr aber auch sein Lokal und jetzt fällt es mir wesentlich schwerer, es zu finden auf der Suche nach gutem Kaffee und Wiener Backwaren-Spezialitäten :) Und wenn man schon mal vom Café Austria spricht, muss man eigentlich im gleichen Atemzug auch die Wunderbar in der Calle Larga nennen, der Fuatgeh-Zone Cuencas. In beiden Lokalen kann man richtig lecker und deutsch sowie international essen. Das ist dann auch bei der Bestellung immer relativ lustig, da wir ja wissen, was wir mit "Gulasch" meinen, ob der Kellner dieses nicht-spanische Wort dann auch mit unserer deutschen Aussprache versteht, bleibt zu Hoffen.
In der Weihnachtszeit hab ich die gewohnten Leckereien am meisten vermisst! Und hier kommen wir wieder auf die schon genannte Apotheke zurück. Der Name Apotheke ist hier in Ecuador längst nicht so eng gefasst wie im Deutschen.
Neben Arzneimitteln kann man sich meistens noch mit Körperpflegeprodukten eindecken - das klingt ja noch logisch! Richtig bunt für uns Deutsche wird es, wenn daneben noch Deko- und Geschenkartikel zum Verkauf angeboten werden und man dort sogar seine Handykarte wieder aufladen lassen kann :D
In unserem speziellen Fall der Konsulatsapotheke ist der oder die GeschäftsführerIn mit einer/einem Deutschen verheiratet und so kommt es, dass man sogar deutsche Spezialitäten erwerben kann. Im ganzjährigen Sortiment findet man so Erdinger Weißbier und zu Weihnachten tauchte zu unserer Freude daneben ein Christstollen auf. Welch ein Genuss *-*!
Manchmal geht es aber nicht so einfach, die ersehnten Köstlichkeiten einfach zu erstehen, oder es ist aufgrund der aktuellen Import-Vermeidungspolitik Ecuadors schlicht zu teuer (Beispiel: Ritter Sport Tafeln für 4 Dollar!). Dann bleibt nur eine Möglichkeit den Heißhunger trotzdem zu stillen: selbst aktiv werden :P! Also schickte ich einen verzweifelten Hilferuf nach Deutschland, dass mir doch meine liebe Mama ein Paket meiner Lieblingsrezepte schicken möge. Auf Mama ist natürlich Verlass und so kam bei der Familie Ecual bald Kartoffelsalat auf den Tisch.
Meine nächsten kulinarischen Gehversuche waren: Würstelgulasch, Kaiserschmarrn und letztendlich zur Feier des Halbjährigen sogar Spätzle! Dazu ein paar lustige Facts: Würstelgulasch kennt man hier in einer ähnlichen Version auch - nur eben mit Reis anstatt den Spirelli, war ja klar ;)! -, der Kaiserschmarrn wurde hier als Süßspeise gerade mal als Dessert anerkannt - süße Hauptgerichte kennt man nicht - und mein ganzer Stolz waren die selbstgemachten Spätzle, denn wir haben echt eine Spätzlereibe!! Bei den geladenen Mitverkostern - wir hatten Gäste - kamen die
Spätzle auch super an und die Versuche, das Gericht richtig zu benennen waren zum kaputt lachen :D Deutsch ist schon eine lustige Sprache!
Das wars jetzt zum Essen - ich hoffe, ihr könnt noch ruhig weiterlesen, ohne dass ihr vor Heißhunger auf eines der Gerichte meinen Blogeintrag vergesst ;)!
Denn man findet auch so noch hin und wieder deutsche Spuren in der mittlerweile für mich bekannten Fremde. Unser Lautsprecher bei der Bailoterapia ist beispielsweise aus Deutschland und in der Alkoholabteilung des Supermaxis findet man gar komische Sachen: Muttermilch...das will ich eher nicht probieren :)! Abgesehen davon läuft man auch immer wieder Menschen in die Arme, die etwas Deutsch sprechen, da sie schon mal eine Weile in Deutschland gelebt haben. Das ist wieder so ein Phänomen, das verwundert: Es gibt einige Ecuadorianer, die mit Deutschland gar nichts anfangen können à la "Grenzt das an Argentinien?" und nicht ganz so schlimm "Sprecht ihr Englisch oder welche Sprache ist das?", und dagegen gibt es dann sogar welche, die fließend Deutsch können und schon einige Zeit dort gelebt haben. Echt verblüffend!
Das wars auch schon wieder und ich bin gespannt, wie es wird, wenn in 4 Monaten wieder alle deutschen Einflüsse auf mich treffen.
Meine erste Entdeckung machte ich schon so ziemlich am ersten Tag, als Soraya mit mir das Stadtzentrum besichtigen ging. Fast direkt am zentralen Parque Calderón und unumgänglich auf unserem Weg von der Straße Padre Aguirre zum Park befindet sich das deutsche Konsulat in einem wunderschönen Haus im Kolonialstil im 1. Stock über einer Apotheke, die wird später noch wichtig! Für euch mag das vielleicht jetzt nicht so überraschend klingen, aber es ist irgendwie schon ein Stück Heimat, wenn man in seiner eigenen Stadt eine deutsche Behörde sitzen hat und jedesmal, wenn ich dort vorbeikomme - ist aufgrund der zentralen Lage gar nicht so selten - muss ich Lächeln ;)!
| Wandbild im Café Austria |
| Leckeres Tiramisu in der Wunderbar |
In der Weihnachtszeit hab ich die gewohnten Leckereien am meisten vermisst! Und hier kommen wir wieder auf die schon genannte Apotheke zurück. Der Name Apotheke ist hier in Ecuador längst nicht so eng gefasst wie im Deutschen.
Neben Arzneimitteln kann man sich meistens noch mit Körperpflegeprodukten eindecken - das klingt ja noch logisch! Richtig bunt für uns Deutsche wird es, wenn daneben noch Deko- und Geschenkartikel zum Verkauf angeboten werden und man dort sogar seine Handykarte wieder aufladen lassen kann :D
| Christstollen aus der Apotheke |
Manchmal geht es aber nicht so einfach, die ersehnten Köstlichkeiten einfach zu erstehen, oder es ist aufgrund der aktuellen Import-Vermeidungspolitik Ecuadors schlicht zu teuer (Beispiel: Ritter Sport Tafeln für 4 Dollar!). Dann bleibt nur eine Möglichkeit den Heißhunger trotzdem zu stillen: selbst aktiv werden :P! Also schickte ich einen verzweifelten Hilferuf nach Deutschland, dass mir doch meine liebe Mama ein Paket meiner Lieblingsrezepte schicken möge. Auf Mama ist natürlich Verlass und so kam bei der Familie Ecual bald Kartoffelsalat auf den Tisch.
Meine nächsten kulinarischen Gehversuche waren: Würstelgulasch, Kaiserschmarrn und letztendlich zur Feier des Halbjährigen sogar Spätzle! Dazu ein paar lustige Facts: Würstelgulasch kennt man hier in einer ähnlichen Version auch - nur eben mit Reis anstatt den Spirelli, war ja klar ;)! -, der Kaiserschmarrn wurde hier als Süßspeise gerade mal als Dessert anerkannt - süße Hauptgerichte kennt man nicht - und mein ganzer Stolz waren die selbstgemachten Spätzle, denn wir haben echt eine Spätzlereibe!! Bei den geladenen Mitverkostern - wir hatten Gäste - kamen die
Spätzle auch super an und die Versuche, das Gericht richtig zu benennen waren zum kaputt lachen :D Deutsch ist schon eine lustige Sprache!
Das wars jetzt zum Essen - ich hoffe, ihr könnt noch ruhig weiterlesen, ohne dass ihr vor Heißhunger auf eines der Gerichte meinen Blogeintrag vergesst ;)!
| Ob das schmeckt!? |
Das wars auch schon wieder und ich bin gespannt, wie es wird, wenn in 4 Monaten wieder alle deutschen Einflüsse auf mich treffen.
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Standort:
Cuenca, Ecuador
Mittwoch, 7. Januar 2015
Familienzuwachs und Día de los Inocentes - immer viel los!
Kaum selber im neuen Jahr angekommen, bekamen wir auch gleich Familienzuwachs!
Nachdem der Hausgroßputz endlich am ersten Wochenende des neuen Jahres für erledigt erklärt werden konnte, rief eigentlich noch in den letzten Putzeinheiten Virginia aus Quito an. Sie ist die Koordinatorin der Freiwilligen der Organisation Chiriboga, welche auch Freiwillige in unser Projekt schicken, aber keine weltwärts-Freiwillige, sondern nur für einige Monate. So kam es, dass auf Virginias Bitte Juanitos Zimmer für einen weiteren deutschen Freiwilligen umfunktioniert wurde, da unsere Wohnhälfte schon ausgelastet ist. Folgendermaßen standen wir also relativ spontan am 5. Januar um 6:30 Uhr MORGENS - noch vor der Arbeit! - am Terminal und warteten auf einen Robert, der aus Quito ankommen sollte.
Um 7:30 Uhr kam mein neuer Gastbruder dann auch endlich an. Robert kommt aus Münster, ist 19 Jahre alt und wird bis Mitte Juni in unserer Familie bleiben. Mehr konnte ich dann auf dem kurzen Weg mit dem Taxi vom Terminal nach Hause auch nicht aus ihm herausbekommen, da ich nämlich zur ersten Reunión des Fundaciónsteams musste. Also ließ ich ihn daheim zum Frühstücken zurück und machte mich auf in die Fundación.
Betty hatte nicht zu Unrecht darauf bestanden, dass ich zur Reunión erscheinen sollte, anstatt mich um Robert zu kümmern - der eh müde war. Wir sprachen über unsere Lehren, die wir aus dem alten 2014 zogen, und den neuen Zielen für 2015. Dabei kündigte Betty an, dass sie nur noch bis Mitte Januar als Directorin in der Fundación anwesend sein wird. Eine Gallen-OP zwingt sie zu einer Auszeit, welche sie auf drei Monate verlängern wird, um nach der OP mit Reha in Frankreich ihre krebskranke Schwester zu besuchen und ihr beizustehen.
Nachdem diese Neuigkeit also von allen aufgenommen worden war, gab sie mir für den Nachmittag, also ab Beendigung des Mitttagessens im Comedor frei, um Robert zur Seite zu stehen und ihm schon mal etwas von Cuenca zu zeigen. Als ich aber nach Hause kam, schlief dieser dann noch tief und fest. Also überlegt ich mir zumindest, was ein Neuankömmling am Anfang braucht und sehen sollte bzw. was man ihm so zeigen könnte. Da erinnerte ich mich stark an meinen Anfang, irgendwie noch total präsent und doch schon so lange her :D
Diesen Nachmittag schafften wir also echt nichts mehr, aber ich besprach zumindest mit ihm die weitere Vorgehensweise und machte mich dann am nächsten Morgen mit ihm auf den Weg. Wir fuhren gemeinsam mit dem Bus nach Turi hoch und nachmittags nahm ich ihn zum Vorstellen mit in die Fundación. Robert sollte gleich am nächsten Tag anfangen nachmittags zu arbeiten und die freien Vormittage nutzen, um sein Spanisch zu verbessern. Also nahm ich ihn am nächsten Tag, dem Mittwoch gleich mit zu unserer Spanisch-Stunde und am Nachmittag spielte er schon mit den Kindern.
Am Abend machte sich dann bemerkbar, dass seine helle, wintergewohnte Haut doch wohl etwas stark von der äquatorialen Sonne geküsst worden war. Sorayas Urteil: Bevor die Verbrennung mit schon Brandblasen noch schlimmer wird, am folgenden Tag keinen Schritt aus dem Haus, nichtmals zur Arbeit! Da war er gerade den ersten richtigen Tag in der Fundación und dann gleich krank daheim. So ein Pech!
Der Donnerstag, dem 6. Januar war dann Día de los Innocentes. An diesem Tag wird anstatt in Deutschland der Heiligen Drei Könige den unschuldigen Babys gedacht, die Herodes umbringen ließ, in der Hoffnung auch Jesus damit zu töten. Das ist die Theorie. Der Brauch dazu sieht ziemlich anders aus :) Die Menschen verkleiden sich, vorzugsweise ein Thema, was mit dem Tod zu tun hat, also in die Richtung Halloween. Außerdem gibt es dazu am Abend eine Kostümparade in der Stadt. Tagsüber waren sogar schon einige Kinder verkleidet in die Fundación gekommen, wir dagegen richteten uns erst abends her. Soraya ließ ihre künstlerischen Fähigkeiten spielen und verwandelte uns alle in einmalige Kreaturen, sogar für den Sonnen-geküssten Robert hatte sie eine Lösung: eine kleine Fledermaus an der Schläfe. Kathrin wurde dagegen mit einer venezualischen Maske versehen und ich verwandelte mich in einen mexikanischen Totenkopf. Obwohl mir Totenköpfe allgemein nicht so zusagen, fand ich das Motiv wirklich sehr schön.
Als wir dann alle geschminkt und ausgehfertig waren, war dann allerdings die Parade auch schon zu Ende...tja :D Also spazierten wir einfach so durch die Straßen, ließen das Flair auf uns wirken und machten natürlich Fotos von unseren gelungenen Maskierungen.
Ihr seht also: Hier bei mir ist immer was los!
Nachdem der Hausgroßputz endlich am ersten Wochenende des neuen Jahres für erledigt erklärt werden konnte, rief eigentlich noch in den letzten Putzeinheiten Virginia aus Quito an. Sie ist die Koordinatorin der Freiwilligen der Organisation Chiriboga, welche auch Freiwillige in unser Projekt schicken, aber keine weltwärts-Freiwillige, sondern nur für einige Monate. So kam es, dass auf Virginias Bitte Juanitos Zimmer für einen weiteren deutschen Freiwilligen umfunktioniert wurde, da unsere Wohnhälfte schon ausgelastet ist. Folgendermaßen standen wir also relativ spontan am 5. Januar um 6:30 Uhr MORGENS - noch vor der Arbeit! - am Terminal und warteten auf einen Robert, der aus Quito ankommen sollte.
Um 7:30 Uhr kam mein neuer Gastbruder dann auch endlich an. Robert kommt aus Münster, ist 19 Jahre alt und wird bis Mitte Juni in unserer Familie bleiben. Mehr konnte ich dann auf dem kurzen Weg mit dem Taxi vom Terminal nach Hause auch nicht aus ihm herausbekommen, da ich nämlich zur ersten Reunión des Fundaciónsteams musste. Also ließ ich ihn daheim zum Frühstücken zurück und machte mich auf in die Fundación.
Betty hatte nicht zu Unrecht darauf bestanden, dass ich zur Reunión erscheinen sollte, anstatt mich um Robert zu kümmern - der eh müde war. Wir sprachen über unsere Lehren, die wir aus dem alten 2014 zogen, und den neuen Zielen für 2015. Dabei kündigte Betty an, dass sie nur noch bis Mitte Januar als Directorin in der Fundación anwesend sein wird. Eine Gallen-OP zwingt sie zu einer Auszeit, welche sie auf drei Monate verlängern wird, um nach der OP mit Reha in Frankreich ihre krebskranke Schwester zu besuchen und ihr beizustehen.
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| Mit Robert über den Dächern von Cuenca |
Diesen Nachmittag schafften wir also echt nichts mehr, aber ich besprach zumindest mit ihm die weitere Vorgehensweise und machte mich dann am nächsten Morgen mit ihm auf den Weg. Wir fuhren gemeinsam mit dem Bus nach Turi hoch und nachmittags nahm ich ihn zum Vorstellen mit in die Fundación. Robert sollte gleich am nächsten Tag anfangen nachmittags zu arbeiten und die freien Vormittage nutzen, um sein Spanisch zu verbessern. Also nahm ich ihn am nächsten Tag, dem Mittwoch gleich mit zu unserer Spanisch-Stunde und am Nachmittag spielte er schon mit den Kindern.
Am Abend machte sich dann bemerkbar, dass seine helle, wintergewohnte Haut doch wohl etwas stark von der äquatorialen Sonne geküsst worden war. Sorayas Urteil: Bevor die Verbrennung mit schon Brandblasen noch schlimmer wird, am folgenden Tag keinen Schritt aus dem Haus, nichtmals zur Arbeit! Da war er gerade den ersten richtigen Tag in der Fundación und dann gleich krank daheim. So ein Pech!
Der Donnerstag, dem 6. Januar war dann Día de los Innocentes. An diesem Tag wird anstatt in Deutschland der Heiligen Drei Könige den unschuldigen Babys gedacht, die Herodes umbringen ließ, in der Hoffnung auch Jesus damit zu töten. Das ist die Theorie. Der Brauch dazu sieht ziemlich anders aus :) Die Menschen verkleiden sich, vorzugsweise ein Thema, was mit dem Tod zu tun hat, also in die Richtung Halloween. Außerdem gibt es dazu am Abend eine Kostümparade in der Stadt. Tagsüber waren sogar schon einige Kinder verkleidet in die Fundación gekommen, wir dagegen richteten uns erst abends her. Soraya ließ ihre künstlerischen Fähigkeiten spielen und verwandelte uns alle in einmalige Kreaturen, sogar für den Sonnen-geküssten Robert hatte sie eine Lösung: eine kleine Fledermaus an der Schläfe. Kathrin wurde dagegen mit einer venezualischen Maske versehen und ich verwandelte mich in einen mexikanischen Totenkopf. Obwohl mir Totenköpfe allgemein nicht so zusagen, fand ich das Motiv wirklich sehr schön.
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| Día de los Inocentes und seine Fratzen :) |
Ihr seht also: Hier bei mir ist immer was los!
Standort:
Cuenca, Ecuador
Samstag, 22. November 2014
Ein Vierteljahr ist rum, also gibt's nen Bericht
Waaaaahnsinn!! Ich kann es kaum glauben! Genau heute ist ein Vierteljahr herum, dass ich meinen Fuß in diese für mich neue Welt gesetzt habe.
Daher gehört es auch dazu, als weltwärts-Freiwillige in einem Quartalsbericht eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Eigentlich war die Aufgabe ja nur zwei Seiten über die Eingewöhnungsphase und erste Eindrücke zu schreiben, aber bei mir ist es halt wie immer etwas mehr geworden :D
Ich will euch den Bericht natürlich nicht vorenthalten, daher könnt ihr euch hier mein kleines Zwischenresumee vor allem über meine Arbeit und Gastfamilie selbst durchlesen ;)
Viel Spaß bei der Lektüre und demnächst erwartet euch dann wieder ein etwas längerer Blogartikel ;)!
Hier geht's zum Bericht ;)
PS: Ich hoffe, meine JBKler hatten heute ein wunderbares Konzert voller Kontraste! Zumindest ist bei mir bis jetzt über den großen Teich nur Gutes angekommen ;)
Daher gehört es auch dazu, als weltwärts-Freiwillige in einem Quartalsbericht eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Eigentlich war die Aufgabe ja nur zwei Seiten über die Eingewöhnungsphase und erste Eindrücke zu schreiben, aber bei mir ist es halt wie immer etwas mehr geworden :D
Ich will euch den Bericht natürlich nicht vorenthalten, daher könnt ihr euch hier mein kleines Zwischenresumee vor allem über meine Arbeit und Gastfamilie selbst durchlesen ;)
Viel Spaß bei der Lektüre und demnächst erwartet euch dann wieder ein etwas längerer Blogartikel ;)!
Hier geht's zum Bericht ;)
PS: Ich hoffe, meine JBKler hatten heute ein wunderbares Konzert voller Kontraste! Zumindest ist bei mir bis jetzt über den großen Teich nur Gutes angekommen ;)
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Cuenca, Ecuador
Montag, 3. November 2014
Familienglück
Nach schon über zwei Monaten hier möchte ich euch etwas über meine Gastfamilie und meinen Alltag hier erzählen! Ist ja nicht so, dass ich die ganze Zeit auf Reisen bin :D Der deutlich überwiegende Teil meines Aufenthaltes hier ist ja mein tägliches Arbeits- und Familienleben hier im wunderschönen Cuenca :D
Ich wohne - wie ich euch schon mal erzählt habe - im historischen Zentrum Cuencas (hier findet ihr eine Karte mit meinem Haus ;) ). Wir wohnen hier mit meiner Gastmutter, Gasttante und meinem Gastcousin, der eher wie mein Gastbruder ist, da der fast den ganzen Tag bei uns herumspringt :D
Ich hab ein eigenes Zimmer, was zwar keine richtige Wand hat, da das nachträglich anstatt des Wohnzimmers eingerichtet wurde. Meine Holzwand ist aber schon mit Skiurlaub-Bildern, einer Ecuador-Karte und Zitaten von mir aufgehübscht worden ;) In meinem Zimmer steht natürlich mein Bett, was sogar etwas größer als das daheim ist, ein Wäschekorb, der auch gleichzeitig als Nachttisch genutzt wird, ein Schreibtisch und ein Regal. Der Schreibtisch ist eigentlich die ganze Zeit von meinem Laptop und meinen Spanisch-Hausaufgaben belegt. An der Ordentlichkeitssituation hat sich also im Vergleich zu daheim nichts geändert :D Außerdem hat noch Marias Fotokalender einen festen Platz, der mich an unsere verrückte Zeit in Amsterdam, Hamburg und nach dem Abi erinnert, aber mir leider auch immer wieder zeigt, wie schnell die Zeit vergeht und wie schnell wieder umgeblättert wird. Mein Regal ist auch nicht gerade groß, aber - fragt mich nicht wie - ich habe alle meine Kleidungsstücke und anderen Kram u.a. meine Querflötennoten untergebracht. Meine Querflöte hat sich währenddessen auf meinem Koffer breitgemacht, der als praktischer Aufbewahrungsschrank z.B. für die mitgebrachten Medikamente mit einer Zimmerpflanze auch noch den Weg in mein Zimmer gefunden hat :D Das war denn schon alles...ein Studentenwohnheim wird also keine riesige Umstellung werden ;)
Unsere Wohnung hat dann noch eine große Küche - natürlich, wie sollte es anders sein - der Gemeinschaftsraum und Treffpunkt mit Wohnzimmer für alle. Neben meinem Zimmer ist das Zimmer meiner Gastmutter mit Fernseher. Hier ist es nämlich äußerst untypisch den Fernseher im Wohnzimmer zu haben. Meistens hat man einen seperaten Fernsehraum oder wie bei uns das Gerät in einem Zimmer untergebracht. Dann gibt es da noch Karins Zimmer mit Bad, was eigentlich nur hin und wieder am Wochenende von ihr oder jetzt schon zum zweiten Mal von Gästen bewohnt wird. Soraya und ich teilen uns das andere Bad. Apropos Bad...nach über einem Monat hat man mir dann doch mal gesagt, dass unser Bad kein normales bzw für hier ja schon ist, sprich: das Klopapier kommt in einen Eimer neben das Klo und wird nicht heruntergespült...der Wasserdruck ist zu niedrig.
Das ist unsere Wohnung im ersten Stock :)! Nebenan befindet sich Tanyas und Juans Wohnung, also die der Tante. Im Erdgeschoss befindet sich dann neben der Garage, die eigentlich nie genutzt wird, wir haben ja kein Auto, ein noch nicht fertig gestelltes Zimmer evtl. zum Vermieten oder für andere Familienmitglieder. Die "Dachterrasse" habt ihr ja schon im ALS-Icebucketchallenge-Video gesehen. Eigentlich ist das auch keine Dachterrasse sondern der Platz für die dritte geplante Wohnung. Die wird aber erst gebaut, wenn der Kredit der anderen beiden gedeckt ist, also vorraussichtlich nicht in diesem Jahr. Währenddessen ist das Maffis Spielplatz - das ist die Hündin von Tanya - und wir waschen und trocknen unsere Wäsche dort.
Das zum Thema Haus :D
Jetzt geht's zum sentimentaleren Teil über: meiner Gastfamilie :)
Ich muss echt sagen, dass ich ein Wahnsinnsglück mit meiner Familie habe! Ich fühle mich pudelwohl! Ihr braucht euch also keine Sorgen um mich machen ;)
Meine Gastmutter Soraya bekocht mich immer köstlich mit zur Zeit überwiegend typischen Gerichten, da sie gleichzeitig auch ihre Mutter und deren Bruder verpflegt und die absolute Reisesser sind. Aber an den Reis hab ich mich mittlerweile gewöhnt. Es bleibt einem ja kaum etwas anderes übrig, wenn man mittags in der Fundación und abends daheim Reis zu essen bekommt :D
Dieses Wochenende habe ich mir von Soraya das Stricken (wieder) beibringen lassen und mein Loopschal ist schon fast fertig :)
Juanito - also eigentlich Juan, aber hier wird alles mit -ito/-ita verniedlicht :D - ist mein kleiner etwas aufgedrehter neunjähriger Bruder. Zusammen gucken wir manchmal Filme an oder machen meistens Schmarrn zusammen :) Manchen ist er ja schon bekannt, nachdem er letzte Woche mein Handy gesperrt hatte, aber jetzt ist ja alles wieder in Ordnung :)
Meine Gastschwester Karin besucht uns ja zur Zeit wieder eher weniger bzw verpassen wir uns auch oft. Karin war jetzt schon zweimal bei uns, als ich unterwegs in Baños oder Quito war :D Wenn sie aber dann da ist, haben wir auch immer viel Spaß zusammen. Ein besonderes Erlebnis war z.B. das Taubenfüttern auf dem Plaza de las Palomas (Platz der Tauben). Meine Mama bezeichnet Tauben immer als fliegende Ratten und Ratten kann sie erst recht nicht leiden...anscheinend färbt das ab...denn ich konnte mich kaum beherrschen, wenn eine Taube sich meiner Hand näherte, das sorgte für viel Spaß, während Karin ja fast anfing mit den Tauben zu kuscheln :D
Tanya, meine Gasttante ist auch ein echter Engel! Dieses Wochenende war Soraya fast die ganze Zeit bei meiner Gastoma und ich war so mit Skypen beschäftigt, dann hat sie mir einfach Mittagessen mitgekocht und rübergebracht :)
Meine Gastoma ist auch total lieb. Wenn ich sonntags daheim bin, komme ich immer mit die Oma besuchen :)
Dann gibt es noch die andere Tante Maribel, die in der Fundación als Psychologin arbeitet, also die Verbindung darstellt. Maribel hat letztens die ganze Familie mit Nogiches und mit Mango-Saft versorgt :D Nogiches sind ihre selbst kreierten Pralinen mit Nogal-Nussstücken, das ist eine typische Nuss der Gegend um Cuenca. Hat ein bisschen Ähnlichkeit mit einer Walnuss, nur ist sie ganz schwarz und muss mit Steinen geschlagen werden, da sie so hart ist.
Mit ihrem blinden Mann Fausto, auch sehr freundlich und an Deutschland interessiert, haben sie den 21-jährigen Sebastián, auch Juan-Se oder Sebas genannt.
Und damit geht's fließend zu Familienfeiern über :D Juan-Se hatte nämlich ziemlich am Anfang meines Aufenthalts hier seinen 21. Geburtstag. In Deutschland würden die meisten wahrscheinlich mehr oder weniger groß mit Freunden feiern. Hier in Ecuador wird die ganze Familie zum Fest eingeladen. Das sind also Großeltern, alle Tanten und Onkel inklusive Familie. Wir waren also locker so 20 Personen, die dann alle von Maribel zu Mittag bekocht wurden. Man unterhielt sich und irgendwann am Nachmittag gingen wir Jugendlichen dann hoch auf den Dachboden um Karten und Monopoly zu spielen. Zu Abend wurde dann Kaffee mit Sandwiches zusammen gegessen und richtig zu Ende war die Feier erst zwischen 10 und 12 Uhr nachts :).
Maribels Geburtstag ein paar Tage später wurde dann etwas kleiner gefeiert, da die Oma schon genug mit dem herumkutschieren an Juan-Ses Geburtstag belastet worden war. Also trafen wir uns nur im Haus der Oma mit den drei Schwestern und Familien zum gemütlichen Kaffeetrinken und Unterhalten.
Vor etwa vier Wochen war dann diese Gruppe bei einem anderen Familienteil eingeladen und Soraya wurde gebeten Rosero zum Trinken mitzubringen. Ich erklärte mich dazu bereit, ihr bei der Zubereitung zu helfen. Da wusste ich aber nicht auf was ich mich einließ :D Wir waren bestimmt eine Stunde auf dem Markt unterwegs um die sieben Früchte und den weißen Mais einzukaufen, letztendlich konnten wir eine der Früchte nicht finden, also musste darauf verzichtet werden und danach kochten wir sechs Stunden, den ganzen Abend, an dem Rosero...!! Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, diese Art Früchtebowle war echt köstlich und wir hatten gleich 12 Liter davon! An Weihnachten dürfen wir aber auch wieder kochen und dann gleich an die 70 Liter :O.
Es wird hier also viel mit der Familie erlebt und auch bei einem Wiedersehenstreffen der ehemaligen Jugendgruppe von Soraya haben die alle ihre Familie, also zum Teil 21/24-jährige Söhne mitgenommen.
Als ich auch letztens mit Soraya gesprochen habe, hat sie mir zu dem Thema erzählt, dass man hier auch zuerst seine Geschwister in schwierigen Lebenslagen konsultiert und erst anschließend die engen Freunde. Das ist ja in Deutschland ziemlich anders, zumindest wie ich das bis jetzt so miterlebt hab.
Das war jetzt erstmal einiges zu meiner Familie, damit ihr euch das etwas vorstellen könnt :)!
Besitos nach Deutschland :)!
Ich wohne - wie ich euch schon mal erzählt habe - im historischen Zentrum Cuencas (hier findet ihr eine Karte mit meinem Haus ;) ). Wir wohnen hier mit meiner Gastmutter, Gasttante und meinem Gastcousin, der eher wie mein Gastbruder ist, da der fast den ganzen Tag bei uns herumspringt :D
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| Mein ecuadorianisches Zuhause (mein Zimmer ist das Fenster über dem Friseur) |
Ich hab ein eigenes Zimmer, was zwar keine richtige Wand hat, da das nachträglich anstatt des Wohnzimmers eingerichtet wurde. Meine Holzwand ist aber schon mit Skiurlaub-Bildern, einer Ecuador-Karte und Zitaten von mir aufgehübscht worden ;) In meinem Zimmer steht natürlich mein Bett, was sogar etwas größer als das daheim ist, ein Wäschekorb, der auch gleichzeitig als Nachttisch genutzt wird, ein Schreibtisch und ein Regal. Der Schreibtisch ist eigentlich die ganze Zeit von meinem Laptop und meinen Spanisch-Hausaufgaben belegt. An der Ordentlichkeitssituation hat sich also im Vergleich zu daheim nichts geändert :D Außerdem hat noch Marias Fotokalender einen festen Platz, der mich an unsere verrückte Zeit in Amsterdam, Hamburg und nach dem Abi erinnert, aber mir leider auch immer wieder zeigt, wie schnell die Zeit vergeht und wie schnell wieder umgeblättert wird. Mein Regal ist auch nicht gerade groß, aber - fragt mich nicht wie - ich habe alle meine Kleidungsstücke und anderen Kram u.a. meine Querflötennoten untergebracht. Meine Querflöte hat sich währenddessen auf meinem Koffer breitgemacht, der als praktischer Aufbewahrungsschrank z.B. für die mitgebrachten Medikamente mit einer Zimmerpflanze auch noch den Weg in mein Zimmer gefunden hat :D Das war denn schon alles...ein Studentenwohnheim wird also keine riesige Umstellung werden ;)
Unsere Wohnung hat dann noch eine große Küche - natürlich, wie sollte es anders sein - der Gemeinschaftsraum und Treffpunkt mit Wohnzimmer für alle. Neben meinem Zimmer ist das Zimmer meiner Gastmutter mit Fernseher. Hier ist es nämlich äußerst untypisch den Fernseher im Wohnzimmer zu haben. Meistens hat man einen seperaten Fernsehraum oder wie bei uns das Gerät in einem Zimmer untergebracht. Dann gibt es da noch Karins Zimmer mit Bad, was eigentlich nur hin und wieder am Wochenende von ihr oder jetzt schon zum zweiten Mal von Gästen bewohnt wird. Soraya und ich teilen uns das andere Bad. Apropos Bad...nach über einem Monat hat man mir dann doch mal gesagt, dass unser Bad kein normales bzw für hier ja schon ist, sprich: das Klopapier kommt in einen Eimer neben das Klo und wird nicht heruntergespült...der Wasserdruck ist zu niedrig.
Das ist unsere Wohnung im ersten Stock :)! Nebenan befindet sich Tanyas und Juans Wohnung, also die der Tante. Im Erdgeschoss befindet sich dann neben der Garage, die eigentlich nie genutzt wird, wir haben ja kein Auto, ein noch nicht fertig gestelltes Zimmer evtl. zum Vermieten oder für andere Familienmitglieder. Die "Dachterrasse" habt ihr ja schon im ALS-Icebucketchallenge-Video gesehen. Eigentlich ist das auch keine Dachterrasse sondern der Platz für die dritte geplante Wohnung. Die wird aber erst gebaut, wenn der Kredit der anderen beiden gedeckt ist, also vorraussichtlich nicht in diesem Jahr. Währenddessen ist das Maffis Spielplatz - das ist die Hündin von Tanya - und wir waschen und trocknen unsere Wäsche dort.
Das zum Thema Haus :D
Jetzt geht's zum sentimentaleren Teil über: meiner Gastfamilie :)
Ich muss echt sagen, dass ich ein Wahnsinnsglück mit meiner Familie habe! Ich fühle mich pudelwohl! Ihr braucht euch also keine Sorgen um mich machen ;)
Meine Gastmutter Soraya bekocht mich immer köstlich mit zur Zeit überwiegend typischen Gerichten, da sie gleichzeitig auch ihre Mutter und deren Bruder verpflegt und die absolute Reisesser sind. Aber an den Reis hab ich mich mittlerweile gewöhnt. Es bleibt einem ja kaum etwas anderes übrig, wenn man mittags in der Fundación und abends daheim Reis zu essen bekommt :D
Dieses Wochenende habe ich mir von Soraya das Stricken (wieder) beibringen lassen und mein Loopschal ist schon fast fertig :)
Juanito - also eigentlich Juan, aber hier wird alles mit -ito/-ita verniedlicht :D - ist mein kleiner etwas aufgedrehter neunjähriger Bruder. Zusammen gucken wir manchmal Filme an oder machen meistens Schmarrn zusammen :) Manchen ist er ja schon bekannt, nachdem er letzte Woche mein Handy gesperrt hatte, aber jetzt ist ja alles wieder in Ordnung :)
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| Taubenfütterung |
Tanya, meine Gasttante ist auch ein echter Engel! Dieses Wochenende war Soraya fast die ganze Zeit bei meiner Gastoma und ich war so mit Skypen beschäftigt, dann hat sie mir einfach Mittagessen mitgekocht und rübergebracht :)
Meine Gastoma ist auch total lieb. Wenn ich sonntags daheim bin, komme ich immer mit die Oma besuchen :)
Dann gibt es noch die andere Tante Maribel, die in der Fundación als Psychologin arbeitet, also die Verbindung darstellt. Maribel hat letztens die ganze Familie mit Nogiches und mit Mango-Saft versorgt :D Nogiches sind ihre selbst kreierten Pralinen mit Nogal-Nussstücken, das ist eine typische Nuss der Gegend um Cuenca. Hat ein bisschen Ähnlichkeit mit einer Walnuss, nur ist sie ganz schwarz und muss mit Steinen geschlagen werden, da sie so hart ist.
Mit ihrem blinden Mann Fausto, auch sehr freundlich und an Deutschland interessiert, haben sie den 21-jährigen Sebastián, auch Juan-Se oder Sebas genannt.
Und damit geht's fließend zu Familienfeiern über :D Juan-Se hatte nämlich ziemlich am Anfang meines Aufenthalts hier seinen 21. Geburtstag. In Deutschland würden die meisten wahrscheinlich mehr oder weniger groß mit Freunden feiern. Hier in Ecuador wird die ganze Familie zum Fest eingeladen. Das sind also Großeltern, alle Tanten und Onkel inklusive Familie. Wir waren also locker so 20 Personen, die dann alle von Maribel zu Mittag bekocht wurden. Man unterhielt sich und irgendwann am Nachmittag gingen wir Jugendlichen dann hoch auf den Dachboden um Karten und Monopoly zu spielen. Zu Abend wurde dann Kaffee mit Sandwiches zusammen gegessen und richtig zu Ende war die Feier erst zwischen 10 und 12 Uhr nachts :).
Maribels Geburtstag ein paar Tage später wurde dann etwas kleiner gefeiert, da die Oma schon genug mit dem herumkutschieren an Juan-Ses Geburtstag belastet worden war. Also trafen wir uns nur im Haus der Oma mit den drei Schwestern und Familien zum gemütlichen Kaffeetrinken und Unterhalten.
Vor etwa vier Wochen war dann diese Gruppe bei einem anderen Familienteil eingeladen und Soraya wurde gebeten Rosero zum Trinken mitzubringen. Ich erklärte mich dazu bereit, ihr bei der Zubereitung zu helfen. Da wusste ich aber nicht auf was ich mich einließ :D Wir waren bestimmt eine Stunde auf dem Markt unterwegs um die sieben Früchte und den weißen Mais einzukaufen, letztendlich konnten wir eine der Früchte nicht finden, also musste darauf verzichtet werden und danach kochten wir sechs Stunden, den ganzen Abend, an dem Rosero...!! Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, diese Art Früchtebowle war echt köstlich und wir hatten gleich 12 Liter davon! An Weihnachten dürfen wir aber auch wieder kochen und dann gleich an die 70 Liter :O.
Es wird hier also viel mit der Familie erlebt und auch bei einem Wiedersehenstreffen der ehemaligen Jugendgruppe von Soraya haben die alle ihre Familie, also zum Teil 21/24-jährige Söhne mitgenommen.
Als ich auch letztens mit Soraya gesprochen habe, hat sie mir zu dem Thema erzählt, dass man hier auch zuerst seine Geschwister in schwierigen Lebenslagen konsultiert und erst anschließend die engen Freunde. Das ist ja in Deutschland ziemlich anders, zumindest wie ich das bis jetzt so miterlebt hab.
Besitos nach Deutschland :)!
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| Soraya, Karin und ich beim Schmarrnmachen |
Labels:
Alltag,
Essen,
Familie,
Familienfeiern,
Unser Haus
Standort:
Cuenca, Ecuador
Freitag, 19. September 2014
Chefin versetzt uns an den Schreibtisch, dafür geht's übers Wochenende nach Quito!
Nachdem Kathrin und ich heute den ganzen Tag bis auf die Mitarbeit im Comedor am Schreibtisch mit Übersetzung verbracht haben, freu ich mich jetzt umso mehr, dass in gut einer Stunde unser Bus nach Quit0 geht!!
Wir werden in Quito Kathrins ehemalige Gastfamilie besuchen. Deren Tochter Danni studiert mittlerweile in Berlin und da das Semester ja bald wieder losgeht, hat es etwas gedrängt, dass wir uns auf nach Quito machen. Da haben Kathrin und sie einfach mal für ein Jahr Länder getauscht :D! Man kann es sich ja auch schwer machen mit dem Besuchen ;)
Hier nun ein kleiner Rückblick auf meine Woche: Am Montag stand auf einmal eine Frau im Comedor und wir dachten schon, dass es sich um eine Mutter der Familien im Projekt handelt, bis sich die Frau als Betty vorstellte. Endlich konnten wir unsere Chefin kennenlernen! Kathrin und ich dachten schon, dass wir ab jetzt klare Aufgaben und Arbeitszeiten haben, aber Pustekuchen :D Betty fehlt noch der Vertrag aus Deutschland, der unsere Arbeitszeiten regelt und solange der nicht da ist, gibt es auch noch keine Arbeitspläne :D Hach...so eine Situation erlebt man in Deutschland wohl eher weniger :D
Daraufhin waren wir uns etwas unsicher, wie es weiter geht, da wir ja eigentlich zuerst nur zur Mithilfe im Comedor bestellt waren und meistens freiwillig noch weiter mitgearbeitet haben, was aber nicht mit der Chefin abgeklärt war. So gab es am Montag nur eine Einführungsbesprechung mit Betty, wo wir uns nochmal Warnungen zur Sicherheit, auch gegenüber den ecuadorianischen Jungs und Co. anhören durften...die haben's anscheinend echt faustdick hinter den Ohren. Überall wird man vor ihnen gewarnt :D!
Dann hatten wir eine Stunde Zeit, genug um mal wieder eine Bäckerei zu überfallen!! Es gibt hier alle möglichen Arten von Brot, viel süßes, aber kaum Vollkorn bzw. das was sich integral nennt, kann es keinesfalls mit deutschem Brot aufnehmen :D Danach gab es ein Einführungstreffen für die ganze Familie der Fundación, was aus einer Begrüßung von Betty und ortstypischem Essen bestand. Wir hätten uns also den Gang zur Panadería sparen können :D!
Am Dienstag war Betty dann wieder nicht da, da sich ihr Sohn irgendwie an der Nase verletzt hatte. Also warten auf Mittwoch. Da gab's dann eine Teambesprechung der Erzieher, hier Educadoren genannt. Am vergangenen Freitag hatte Betty Soraya noch mitgegeben, dass wir unbedingt Spanischunterricht nehmen sollen, damit wir auch alle hier verstehen...da kannte sie uns und unsere Spanischkenntnisse noch gar nicht und da redete sie mit einer Geschwindigkeit auf uns ein, dass mir der Kopf qualmte :D
Gestern war sie dann wieder nicht da, also haben wir wieder mit den Kindern gearbeitet und an der Asamblea teilgenommen. Dort wurden die neuen Familien für das Jahr eingeteilt, welche dann unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
Heute saßen wir dann am Schreibtisch und so wird es am Montag dann wieder weitergehen :D
Mal gucken, wann wir dann endlich unseren Arbeitsplan haben. Die Educadoren haben uns auf jeden Fall schon öfter um Unterstützung gebeten :)!
Jetzt geht's aber erstmal los nach Quito!!
Bis bald und besitos!
Wir werden in Quito Kathrins ehemalige Gastfamilie besuchen. Deren Tochter Danni studiert mittlerweile in Berlin und da das Semester ja bald wieder losgeht, hat es etwas gedrängt, dass wir uns auf nach Quito machen. Da haben Kathrin und sie einfach mal für ein Jahr Länder getauscht :D! Man kann es sich ja auch schwer machen mit dem Besuchen ;)
Hier nun ein kleiner Rückblick auf meine Woche: Am Montag stand auf einmal eine Frau im Comedor und wir dachten schon, dass es sich um eine Mutter der Familien im Projekt handelt, bis sich die Frau als Betty vorstellte. Endlich konnten wir unsere Chefin kennenlernen! Kathrin und ich dachten schon, dass wir ab jetzt klare Aufgaben und Arbeitszeiten haben, aber Pustekuchen :D Betty fehlt noch der Vertrag aus Deutschland, der unsere Arbeitszeiten regelt und solange der nicht da ist, gibt es auch noch keine Arbeitspläne :D Hach...so eine Situation erlebt man in Deutschland wohl eher weniger :D
Daraufhin waren wir uns etwas unsicher, wie es weiter geht, da wir ja eigentlich zuerst nur zur Mithilfe im Comedor bestellt waren und meistens freiwillig noch weiter mitgearbeitet haben, was aber nicht mit der Chefin abgeklärt war. So gab es am Montag nur eine Einführungsbesprechung mit Betty, wo wir uns nochmal Warnungen zur Sicherheit, auch gegenüber den ecuadorianischen Jungs und Co. anhören durften...die haben's anscheinend echt faustdick hinter den Ohren. Überall wird man vor ihnen gewarnt :D!
Dann hatten wir eine Stunde Zeit, genug um mal wieder eine Bäckerei zu überfallen!! Es gibt hier alle möglichen Arten von Brot, viel süßes, aber kaum Vollkorn bzw. das was sich integral nennt, kann es keinesfalls mit deutschem Brot aufnehmen :D Danach gab es ein Einführungstreffen für die ganze Familie der Fundación, was aus einer Begrüßung von Betty und ortstypischem Essen bestand. Wir hätten uns also den Gang zur Panadería sparen können :D!
Am Dienstag war Betty dann wieder nicht da, da sich ihr Sohn irgendwie an der Nase verletzt hatte. Also warten auf Mittwoch. Da gab's dann eine Teambesprechung der Erzieher, hier Educadoren genannt. Am vergangenen Freitag hatte Betty Soraya noch mitgegeben, dass wir unbedingt Spanischunterricht nehmen sollen, damit wir auch alle hier verstehen...da kannte sie uns und unsere Spanischkenntnisse noch gar nicht und da redete sie mit einer Geschwindigkeit auf uns ein, dass mir der Kopf qualmte :D
Gestern war sie dann wieder nicht da, also haben wir wieder mit den Kindern gearbeitet und an der Asamblea teilgenommen. Dort wurden die neuen Familien für das Jahr eingeteilt, welche dann unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
Heute saßen wir dann am Schreibtisch und so wird es am Montag dann wieder weitergehen :D
Mal gucken, wann wir dann endlich unseren Arbeitsplan haben. Die Educadoren haben uns auf jeden Fall schon öfter um Unterstützung gebeten :)!
Jetzt geht's aber erstmal los nach Quito!!
Bis bald und besitos!
Standort:
Cuenca, Ecuador
Donnerstag, 11. September 2014
Überlebensstrategien...
Nun komme ich mal zu dem Punkt, den die meisten von euch interessieren könnte...Wie lebt es sich hier so :)? Ich denke nach 20 Tagen kann ich euch darüber schon einige Sachen erzählen...
Ich steh meistens so um 8 Uhr auf bzw. da klingelt der Wecker und jeder, der mich kennt, weiß, dass ich dann nochmal ne Viertelstunde liegen bleib :D Dann gibt's Frühstück, mal mit mal ohne Soraya. Die jangelt grad zwischen Juan zur Schule bringen, Citas médicas (Arztbesuche) mit Mami, der Großmutter, oder sie kocht für Mami und dessen Bruder Jorge Mittagessen. Ich bin immer noch bei meiner heiß geliebten Marmelade geblieben, ich muss euch nur leider enttäuschen, es ist doch keine Tomaten-Marmelade von der Tomate de Árbol, sondern eine Guayaba-Marmelade... Das ist aber auch schwierig mit den Massen an Früchten hier, vor allem gibt es dann noch so ähnliche Namen wie Guanabana...
Dann hab ich bis um halb 11 Uhr Zeit, alles mögliche zu erledigen. Das sind dann so Sachen wie Bad putzen, Wäsche waschen, im Supermaxi einkaufen, mich mit Kathrin in der Stadt treffen, mit Freunden oder Familie skypen oder unzählige Whatsappnachrichten beantworten - mach ich natürlich gern ;)!
Um halb 11 Uhr nehm ich dann den roten Bus 100 zur Fundación. Die roten Busse sind mir sympathischer als die blauen, da von denen nämlich ein Liniennetz an der Bushaltestelle aushängt. Den Fahrplan der blauen Busse erfährt man entweder durch Mundpropaganda oder man sieht sich die Schilder in der Windschutzscheibe genauer an, auf denen die wichtigsten Haltestellen zur Orientierung stehen.
In der Fundación arbeite ich seit Dienstag und helfe von halb 12 bis 14 Uhr bei der Essensausgabe und danach bin ich zur Zeit bei den Chiquitos, den Kleinsten im Grundschulalter. Diese Woche haben wir ein Taller (Werkstatt) zur persönlichen Entwicklung gemacht, da ging's dann um gesundes Essen und dass man selbst die wichtigste Person im Leben ist :)! Es gibt einen Snack am Nachmittag und am Ende die Hora de dormir. Die "Schlafstunde" ist aber keine ganze Stunde und es schlafen auch nicht alle bzw. nur wenige :)
Donnerstags gibt's normalerweise die Asamblea, die mit einem gemeinsamen Lied begonnen wird. Diese Woche wurde sie auf Mittwoch vorverschoben, da die Großen heute nen Ausflug gemacht haben. Die neuen Regeln für dieses Jahr wurden vorgelesen und, wenn ich das richtig verstanden habe, haben meine Haare besonderen Schutz vor Kinderhänden durch eine Sonderklausel :D Außerdem wurde über den nächsten Ausflug und den Freitagsfilm abgestimmt.
Morgen geht's mit den Chicitos bzw. mit denen, die sich die Woche gut benommen haben, wie jede Woche nach Baños, dem Thermalschwimmbad in der Nähe von Cuenca. Mal gucken wie das wird :D
Abends komm ich dann so zwischen 17 und 18 Uhr von der Fundación nach Hause und kann mich dann schon fast wieder fertig machen für die Bailo Terapia, die um 19 Uhr im Park in der Nähe von Kathrins Haus stattfindet. Nach dem Tanzen und anschließendem gemeinsamen Stretching und Ratschen mit Kathrin wird geduscht und gegessen, was demnach dann erst so um 21 Uhr stattfindet. Wenn ich vor der Bailo Terapia essen würde, würde mir sonst mein leckeres Abendessen im Bauch herumtanzen ;) Meistens bleiben Soraya und ich dann noch länger am Tisch sitzen und unterhalten uns, sodass ich meist erst so um 24 Uhr ins Bett komme.
So sieht mein Tagesablauf zur Zeit aus. Das kann sich aber bald ändern, da Kathrin und ich zwar grad schon in der Fundación arbeiten, aber unsere Direktorin immer noch an der Küste ist aufgrund von Familienproblemen. Wenn Betty dann wahrscheinlich nächste Woche wieder da ist, bekommen wir unsere endgültigen Arbeitszeiten, was für einen bedeutet, dass er morgens und samstags mit den Jugendlichen arbeiten wird. Sehen wir mal, wie sich das noch ändert :)
Übrigens für die Klointeressierten: Die Klos sehen hier genauso aus, wie in Deutschland. Es kommt nur hin und wieder vor, dass daneben ein Mülleimer mit Deckel steht, in den man das Klopapier entsorgen soll, da der Wasserdruck nicht überall ausreichend ist. Bei mir daheim ist aber alles "stink" normal...obs stinkt, kommt ja auf meine Putzkünste drauf an :D
Ich steh meistens so um 8 Uhr auf bzw. da klingelt der Wecker und jeder, der mich kennt, weiß, dass ich dann nochmal ne Viertelstunde liegen bleib :D Dann gibt's Frühstück, mal mit mal ohne Soraya. Die jangelt grad zwischen Juan zur Schule bringen, Citas médicas (Arztbesuche) mit Mami, der Großmutter, oder sie kocht für Mami und dessen Bruder Jorge Mittagessen. Ich bin immer noch bei meiner heiß geliebten Marmelade geblieben, ich muss euch nur leider enttäuschen, es ist doch keine Tomaten-Marmelade von der Tomate de Árbol, sondern eine Guayaba-Marmelade... Das ist aber auch schwierig mit den Massen an Früchten hier, vor allem gibt es dann noch so ähnliche Namen wie Guanabana...
Dann hab ich bis um halb 11 Uhr Zeit, alles mögliche zu erledigen. Das sind dann so Sachen wie Bad putzen, Wäsche waschen, im Supermaxi einkaufen, mich mit Kathrin in der Stadt treffen, mit Freunden oder Familie skypen oder unzählige Whatsappnachrichten beantworten - mach ich natürlich gern ;)!
Um halb 11 Uhr nehm ich dann den roten Bus 100 zur Fundación. Die roten Busse sind mir sympathischer als die blauen, da von denen nämlich ein Liniennetz an der Bushaltestelle aushängt. Den Fahrplan der blauen Busse erfährt man entweder durch Mundpropaganda oder man sieht sich die Schilder in der Windschutzscheibe genauer an, auf denen die wichtigsten Haltestellen zur Orientierung stehen.
In der Fundación arbeite ich seit Dienstag und helfe von halb 12 bis 14 Uhr bei der Essensausgabe und danach bin ich zur Zeit bei den Chiquitos, den Kleinsten im Grundschulalter. Diese Woche haben wir ein Taller (Werkstatt) zur persönlichen Entwicklung gemacht, da ging's dann um gesundes Essen und dass man selbst die wichtigste Person im Leben ist :)! Es gibt einen Snack am Nachmittag und am Ende die Hora de dormir. Die "Schlafstunde" ist aber keine ganze Stunde und es schlafen auch nicht alle bzw. nur wenige :)
Donnerstags gibt's normalerweise die Asamblea, die mit einem gemeinsamen Lied begonnen wird. Diese Woche wurde sie auf Mittwoch vorverschoben, da die Großen heute nen Ausflug gemacht haben. Die neuen Regeln für dieses Jahr wurden vorgelesen und, wenn ich das richtig verstanden habe, haben meine Haare besonderen Schutz vor Kinderhänden durch eine Sonderklausel :D Außerdem wurde über den nächsten Ausflug und den Freitagsfilm abgestimmt.
Morgen geht's mit den Chicitos bzw. mit denen, die sich die Woche gut benommen haben, wie jede Woche nach Baños, dem Thermalschwimmbad in der Nähe von Cuenca. Mal gucken wie das wird :D
Abends komm ich dann so zwischen 17 und 18 Uhr von der Fundación nach Hause und kann mich dann schon fast wieder fertig machen für die Bailo Terapia, die um 19 Uhr im Park in der Nähe von Kathrins Haus stattfindet. Nach dem Tanzen und anschließendem gemeinsamen Stretching und Ratschen mit Kathrin wird geduscht und gegessen, was demnach dann erst so um 21 Uhr stattfindet. Wenn ich vor der Bailo Terapia essen würde, würde mir sonst mein leckeres Abendessen im Bauch herumtanzen ;) Meistens bleiben Soraya und ich dann noch länger am Tisch sitzen und unterhalten uns, sodass ich meist erst so um 24 Uhr ins Bett komme.
So sieht mein Tagesablauf zur Zeit aus. Das kann sich aber bald ändern, da Kathrin und ich zwar grad schon in der Fundación arbeiten, aber unsere Direktorin immer noch an der Küste ist aufgrund von Familienproblemen. Wenn Betty dann wahrscheinlich nächste Woche wieder da ist, bekommen wir unsere endgültigen Arbeitszeiten, was für einen bedeutet, dass er morgens und samstags mit den Jugendlichen arbeiten wird. Sehen wir mal, wie sich das noch ändert :)
Übrigens für die Klointeressierten: Die Klos sehen hier genauso aus, wie in Deutschland. Es kommt nur hin und wieder vor, dass daneben ein Mülleimer mit Deckel steht, in den man das Klopapier entsorgen soll, da der Wasserdruck nicht überall ausreichend ist. Bei mir daheim ist aber alles "stink" normal...obs stinkt, kommt ja auf meine Putzkünste drauf an :D
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Cuenca, Ecuador
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